#113 Krisenfest führen - So stärkst du dein Team von innen
04.04.2025 26 min
Zusammenfassung & Show Notes
In wirtschaftlich und emotional herausfordernden Zeiten brauchen Teams Führung, die Sicherheit, Sinn und Struktur gibt. In dieser Folge zeige ich dir, wie du genau das aufbauen kannst – mit sieben ganz konkreten Impulsen, die du sofort umsetzen kannst.
Anhand der drei pHoch3-Säulen People, Purpose und Profit gebe ich dir Impulse für psychologische Sicherheit, echte Motivation und mehr Wirksamkeit in deinem Team.
Du lernst:
- Wie du durch Feedback und Rituale echtes Vertrauen aufbaust
- Wie Mini-Zukunftsvisionen neue Energie ins Team bringen
- Wie du Fokus und Fortschritt mit einfachen Methoden sichtbar machst
- Warum Verantwortung schenken wirksamer ist als Delegieren
Eine Folge für alle, die Führung nicht kontrollieren, sondern gestalten wollen.
Höre gleich rein und probiere mindestens einen Impuls direkt aus!
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Ich danke dir für deine Unterstützung.
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Transkript
Hey, wie schön, dass du heute wieder mit dabei bist zu Episode 113.
Ich begrüße dich ganz herzlich und freue mich, dass du zuhörst.
Ich weiß nicht, wie es dir gerade geht, aber die Welt da draußen fühlt sich
manchmal an wie ein permanenter Stresstest, oder?
Also mir geht es jedenfalls so. Es ist so dieses Thema aus Unsicherheit,
Angst teilweise auch und immer wieder abgewechselt auch mit Zuversicht.
Es könnte besser werden oder es wird besser werden.
Aber die Nachrichtenlage, wirtschaftliche Unsicherheiten, dann vielleicht auch
noch diese vielen Umstrukturierungen, die in den Unternehmen gerade anstehen und auch KI,
das belastet ganz viele Menschen.
Egal ob Führungskräfte, Unternehmer, Selbstständige, ich höre das von allen
Seiten, ich beobachte das auch bei mir selber.
Und du als Führungskraft sollst dabei auch noch dann ruhig bleiben,
motivieren, Orientierung geben.
Einfach, oder? Nicht wirklich. Und genau deshalb sprechen wir heute darum,
wie du als Führungskraft in diesen Zeiten deinem Team psychologische Sicherheit
geben kannst und auch Orientierung.
In den letzten Folgen bin ich ja so ein bisschen darauf eingegangen,
auch mit meinem Gast, der Dr.
Pamela Geldmacher, wie du selber auch zuversichtlich bleibst und für dich selber gut sorgst.
Heute möchte ich dir wirklich konkrete Impulse mitgeben und konkrete Ideen,
wie du für dein Team da sein kannst in diesen Zeiten,
ohne dich zu verausgaben und welche Impulse du setzen kannst,
um deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sicherheit zu geben, Orientierung,
ja ohne jetzt irgendwie von oben herab irgendwie was zu erzählen,
sondern so, dass es eben wirklich für euch gemeinsam als Team auch sich gut
anfühlt und euch vor allen Dingen auch voranbringt.
Und ich mache das an diesen drei konkreten Säulen.
Also ich entwickle diese Impulse an den drei Säulen dieses Podcasts,
nämlich People, Purpose und Profit.
Das heißt, wir gucken uns erst an, was kannst du für die Menschen, für dein Team tun?
Was kannst du machen, um auch diesen Sinn wieder stärker in den Vordergrund zu rücken?
Und natürlich ganz wichtig, gerade in wirtschaftlichen Zeiten, Profit.
Also was könnt ihr tun, um dort auch wirksamer zu sein?
Dabei geht es eben nicht nur darum, irgendwie einfach nur zu sagen,
okay, Haltung ist wichtig, sondern darum, was kannst du morgen ganz praktisch anders machen?
Starten wir mit dem ersten Begriff, mit dem mit People, also mit den Menschen.
Sorge dafür, dass deine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sich psychologisch sicher fühlen.
Und vor allen Dingen gestalte diese Sicherheit, dieses Vertrauen, dieses Gefühl aktiv.
Denn wenn Menschen das Gefühl haben, hier darf ich sein, wie ich bin,
auch wenn ich mal einen Fehler mache,
auch wenn ich mal etwas sage oder vorschlage, was vielleicht im ersten Moment
merkwürdig klingt oder nicht von allen angenommen wird, oder auch wenn ich mal
nicht stark bin, wenn es mir nicht gut geht, dann entsteht Vertrauen.
Und Vertrauen ist gerade in diesen Zeiten für jedes Team, für jede Organisation,
für jedes Unternehmen unfassbar wichtig und Gold wert.
Und dazu möchte ich dir zwei kleine Impulse mitgeben als Idee.
Wie du dieses Vertrauen erzeugen kannst, wie du diese psychologische Sicherheit
erzeugen kannst und vielleicht hast du Lust, ab sofort oder ab morgen eines
dieser beiden mal auszuprobieren.
Das erste zeigt dich selber, ich will nicht sagen verletzlich,
aber in jedem Fall nahbar und zwar frag nach ehrlichem Feedback und nimm es
vor allen Dingen auch an,
denn wirklich mutige Führungskräfte fragen regelmäßig nach Feedback.
Es gibt so eine 360-Grad-Feedback, das musst du nicht ständig machen,
aber es ist absolut hilfreich, wenn du zwischendurch immer mal wieder nach Feedback
fragst und genau hinhörst.
Und ich lade dich ein, im nächsten Team-Meeting, gerade wenn du vielleicht einen größeren Input gibst,
also irgendwie etwas vorstellst oder irgendwie ihr darüber sprecht,
wie ein bestimmtes Projekt weitergeht oder so,
dass du dann am Ende dieses Meetings sagst,
Leute, ich habe heute wirklich viel gesprochen.
War das alles für euch klar und hilfreich? Oder gibt es irgendetwas,
was ihr euch von mir anders wünscht?
Und dann hör zu, was an Feedback dazu kommt, was an Antworten kommt.
Und zwar ohne Rechtfertigung, ohne Verteidigung, ohne darauf zu antworten,
wirklich nur zuhören und wirklich einfach nur aufnehmen.
Und am Ende sagst du dann, danke für euer Feedback, ich werde darüber nachdenken.
Und das ist etwas, was wirklich bei deinen Leuten Vertrauen erweckt,
insbesondere wenn du nicht gleich sofort in die Diskussion gehst.
Und die Kür ist dann natürlich, dass du darüber nachdenkst, dir überlegst,
okay, was davon möchtest du annehmen und dann auch ändern und was davon nicht.
Denn Feedback ist etwas, wo du entscheidest, ob du das annimmst oder nicht.
Und du zeigst damit mit dieser Vorgehensweise, du bist nicht unfehlbar,
du bist bereit dazu zu lernen und das schafft wirklich echte Nähe.
Und die Kühl ist dann, wenn du zu einem späteren Zeitpunkt, einem späteren Meeting
darauf nochmal eingehst und deine Reflexionen dazu und deine Schlussfolgerungen
nämlich mit deinem Team teilst.
Also sagst, Leute, ich habe darüber nachgedacht und ich möchte gerne ab sofort
dies und das anders machen, so wie ihr das vorgeschlagen habt.
Und das wird vielleicht nicht von Anfang an funktionieren, aber bitte unterstützt
mich dabei und gebt mir Bescheid, wenn ich mal wieder da nicht drauf achte.
Und du wirst sehen, was das macht. Das schafft wirklich echtes Vertrauen,
das schafft Nähe, das schafft auch diese Sicherheit, dass deine Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sich ermutigt fühlen, dir wirklich dieses Feedback auch zu geben.
Und sie lernen dabei oder erleben, wie gutes Feedback funktioniert, auch für sich selber.
Und der zweite Impuls, um eben dieses Thema Sicherheit, Vertrauen aufzubauen,
ist so ein Ritual, das nenne ich gerne Lieblingsfehler der Woche.
Und daraus kann man ein Teamritual machen. Das funktioniert so,
dass jede Woche oder jede zweite Woche, wie immer auch jede Woche,
ich sage mal jede Woche, jemand seinen Lieblingsfehler vorstellt und was er daraus gelernt hat.
Das können manchmal nur ganz kleine Dinge sein. Es kann auch sein,
dass in einer Woche überhaupt gar kein Fehler ist.
Deswegen fang vielleicht mit so einem zweiwöchentlichen Ritual an.
Und das klingt vielleicht im ersten Moment so ein bisschen verrückt.
Das funktioniert aber wirklich wunderbar.
Und genau das ist etwas, was diese psychologische Sicherheit erzeugt und was
euch als Team voranbringt.
Denn wenn jemand seine Fehler teilt und vor allen Dingen das,
was er daraus gelernt hat, dann bringt euch das als Team voran.
Denn Fehler können passieren, sie dürfen nicht mehrfach passieren, das ist ganz klar.
Aber das Gold, was in Fehlern ist, das ist, wenn man daraus wirklich etwas lernt,
wenn sich ein Prozess dadurch verändert, weil man sagt, okay,
da müssen wir noch irgendwie einen Sicherheitsmechanismus einbauen,
in der Qualitätssicherung noch irgendwie einen kleinen Schritt dazwischen oder was auch immer.
Und idealerweise fängst du damit an, dass du einen Lieblingsfehler der Woche
mit den anderen teilst und sie dann einlädst, das beim nächsten Mal eben auch zu machen.
Und das Lustige ist oder das Gute daran ist, das kann manchmal auch echt lustig
sein, weil das natürlich auch dazu einlädt, über sich selbst zu lachen.
Und Humor verbindet einfach auch und Humor ist auch eine völlig unterschätzte Führungsfähigkeit.
Also ich selber bin jetzt nicht so der allerhumorvollste Mensch,
aber in dem Moment, wo man das einsetzt, wo man auch über sich selber lachen kann und das auch zeigt,
auch das ist etwas, was mit deinem Team etwas macht und was die Stimmung hebt,
was eben wirklich dieses Gefühl von Vertrauen, Nähe und psychologischer Sicherheit erzeugt.
Der zweite Begriff oder die zweite Säule, Purpose, bedeutet,
dass du den Sinn dessen, was ihr tut, einfach nochmal wieder nach vorne holst.
Und das führt dazu, dass du Orientierung geben kannst, gerade auch in unsicheren
und schwierigeren Zeiten.
Das heißt jetzt nicht, dass ihr jetzt irgendwie anfangen müsst,
nochmal irgendwie grundsätzlich über Sinn,
Purpose eures Unternehmens oder der Aufgaben zu sprechen, sondern das kann man
mit ganz einfachen Mitteln immer wieder mal nach vorne holen und immer gerade
auch in schwierigen Zeiten immer noch mal alle darauf einschwören,
okay, warum machen wir das hier eigentlich?
Und auch dafür habe ich zwei Impulse mitgebracht.
Einen für das Team und das andere eher so im 1 zu 1.
Und der erste Impuls, das ist so etwas wie eine Mini-Zukunftsvision.
Nehmen wir an, ihr seid gerade in einer schwierigen Phase und es ist ein schwieriges Projekt.
Vielleicht mit einem Kunden, der von euch irgendwie eine Softwareanwendung bekommt
und das Projekt läuft schleppend, bestimmte Dinge funktionieren nicht so gut,
ihr habt vielleicht Terminschwierigkeiten,
also wirklich, und ihr seid in so einem Meeting, wo es auch irgendwie darum
geht, okay, wie kommen wir da jetzt raus?
Und dann so eine kleine Mini-Zukunftsvision, eine Mini-Zukunftsreise zu machen
und euch die Frage zu stellen,
also stellt euch vor, es ist März 2026 Und wir haben diese aktuelle Herausforderung,
die Probleme, vor denen wir jetzt gerade stehen, dieses fütterliche Projekt,
richtig, richtig gut hinbekommen.
Was hat uns geholfen?
Also das Versetzen in die Zukunft und darauf zu gucken, was hat euch geholfen.
Und diese Frage, diese kleine Zukunftsreise, die eröffnet neue Perspektiven,
die eröffnet wirklich auch so diese kreative Draufschauen.
Und ihr bekommt Ideen, ihr bekommt Zuversicht,
ihr besinnt euch auf eure Stärken und ich bin mir ganz sicher,
dass ihr auch neue Ideen bekommt dafür, wie ihr jetzt durch diese Phase durchgehen könnt.
Und zwar sowohl für euch als Team als auch für die Einzelnen.
Jeder hat ja in so einem Projekt auch eine spezielle Rolle, spezielle Aufgaben
Und auch das wird sich daraus, da werden sich ganz neue Ideen und ganz neue Ansätze ergeben.
Probier es einfach mal aus und beobachte, was passiert.
Zweiter Impuls dazu, ich hatte gesagt, eher etwas fürs 1 zu 1.
Gerade wenn du merkst, okay, da ist vielleicht nur bei einer Person oder besonders
bei einer Person so eine Unsicherheit oder aber auch so Schwierigkeiten bei
einer Aufgabe, bei einem Projekt.
Dann mach einfach ein 1 zu 1, aber nicht so in dieser Art, okay,
wie läuft denn dein Projekt?
Das ist so ein bisschen sehr allgemein und das klingt dann so von wegen, wie sieht es denn aus?
Wieso kommst du da nicht voran? Das führt einfach bei deinem Gegenüber dazu,
dass man in so einen Rechtfertigungsmodus kommt.
Das möchtest du nicht, sondern du möchtest ja, dass sich diese Person wieder
auf ihre Stärken bezieht, auf das, was gut ist.
Und du kannst in diesem 1 zu 1 zum Beispiel fragen, hey, ich sehe gerade,
das läuft nicht so gut, aber was macht dir momentan besonders Freude in deiner Arbeit?
Und die zweite Frage ist, welche Stärke von dir kommt vielleicht momentan gerade
ein bisschen zu kurz und würdest du gerne öfter einsetzen?
Und du lenkst damit den Fokus bei deinem Gegenüber wirklich auf erstens das,
was diese Person gut kann, was ihr Spaß macht und hör zu.
Und wenn du eine Möglichkeit hast, zu einer Aufgabenverschiebung oder irgendwie
etwas da zu verändern, dann mach das bitte auch.
Denn wenn du das möglich machst und es können manchmal nur ganz kleine Aufgabenverschiebungen
sein, dann führt das bei dieser Person zu mehr Selbstwirksamkeit und einfach zu mehr Freude.
Und es ist wichtig, auch in schwierigen Situationen die Freude zu finden,
das zu finden, was gut ist.
Ich weiß, es gibt immer Phasen, da muss man einfach durch, das hat jeder von
uns, aber diese Phasen dürfen nicht zu lange sein und es ist ganz wichtig,
auch in solchen Zeiten oder in solchen Situationen darauf zu gucken.
Okay, was macht mir daran richtig Spaß und was ist trotz der Herausforderung
jetzt das richtig Gute und wo kann ich meine Stärke noch besser einsetzen?
Welche kleine Aufgabe kann ich vielleicht zusätzlich übernehmen?
Und das ist dann nicht mehr Arbeit, sondern das gibt mir einfach auch Energie.
Und da kannst du auch wirklich so Sparringspartner sein und vor allen Dingen
als Führungskraft ist es so, dass dir unglaublich Vertrauen entgegengebracht wird,
wenn deine Leute sehen, dass du das im Blick hast und dass du eben wirklich
auch das Ganze ins Positive lenkst.
Und den Fokus auf die Stärken legst.
Und kommen wir zum dritten Punkt, nämlich Profit.
Und hier möchte ich nochmal betonen, Profit heißt nicht immer nur das,
wenn ich es eins zu Profit, sondern Profit bedeutet auch Nutzen.
Und was ich hier meine ist, eben die Wirksamkeit zu erhöhen.
Auch das ist gerade in schwierigen Zeiten und in wirtschaftlich herausfordernden
Zeiten sehr wichtig zu gucken.
Wo setze ich meine Energie ein, worauf lenke ich den Fokus, um einen maximalen
Hebel zu setzen und eine maximale Wirkung zu erzeugen.
Das heißt, Profit bedeutet nicht immer nur Geld, sondern Wirksamkeit, Fortschritt, Energie.
Und hier gebe ich dir drei Impulse mit. Denn ich glaube,
dass das ein Punkt ist, worauf viel zu selten geachtet wird und wo du als Führungskraft
wirklich einen guten Hebel setzen kannst.
Sowohl für dich selber als insbesondere auch für dein Team. Und der erste Impuls,
das ist so eine 30-30-Fokus-Methode.
Was bedeutet das?
Das heißt Montagmorgen erstmal für dich, du schaust am Montagmorgen auf deine
Aufgaben, auf deine To-Do-Liste, auf die Punkte, die du dir vorgenommen hast,
auf die laufenden Projekte und fragst dich,
was sind diese Woche deine drei Punkte,
deine drei Aufgaben, die die allergrößte Wirkung haben.
Auf das, was gerade passiert, auf das, was gerade euer Unternehmen voranbringt.
Nehmt ihr wirklich 30 Minuten, guckt ihr diese Dinge an und setzt den Fokus richtig.
Und das Gleiche macht ihr auch im Team. Ich weiß nicht, ob ihr montags so einen
Check-In habt oder wie ihr eure Zusammenarbeit oder eben auch die Projektübersicht,
die Projektarbeit gestaltet.
Aber macht das im Team, nimmt diesen Impuls mit und jeder nennt in diesem Check-in
seine drei Top-Prioritäten der Woche.
Und zwar ohne Diskussion. Das könnt ihr auch sichtbar machen auf so einem Board.
Das erhöht so ein bisschen nochmal das Commitment und zeigt den anderen auch
an, okay, woran arbeitet der andere gerade?
Also es geht nicht um Diskussion, sondern es geht einfach nur darauf,
dass jeder für sich und ihr auch im Team darauf achtet, wo ist die Wirksamkeit in dieser Woche?
Was sind die drei größten Hebel? Und das schafft Klarheit, das schafft Fokus.
Man hat kein Zettelchen Chaos mehr, wenn man sich wirklich auf diese drei Dinge fokussiert.
Wenn man dann noch ein, zwei, drei andere Sachen schafft, ist ja super.
Ich meine, jeder von euch wird auch noch andere Dinge schaffen.
Aber es geht hauptsächlich darum, wirklich diesen Fokus zu setzen,
wo der größte Hebel ist, wo die größte Wirksamkeit erzielt wird.
Der zweite Impuls schließt sich direkt an, nämlich den Fortschritt,
den ihr macht, auch wirklich sichtbar zu machen.
Das ist sowas wie ein Momentum-Board, so kann man das nennen.
Kann man analog machen oder auch digital, je nachdem, wie ihr arbeitet,
ob ihr tatsächlich ein Office habt oder ob ihr sowieso digital zusammenarbeitet.
Und dieses Board kann man zum Beispiel so aufbauen, dass man irgendwie natürlich
eine Spalte hat wie neue Ideen.
Da kann jeder das drauf pappen, was gerade so gesammelt wird.
Und dann eben auch so eine Spalte, was wir geschafft haben.
Und damit wird innerhalb der Woche und dann natürlich auch über die Zeit hinweg
deutlich, was ihr alles schafft.
Und damit wird auch sichtbar, dass ihr etwas bewegt.
Und das ist gerade wichtig, auch in stürmischen Zeiten, in schwierigen Zeiten
ist das wichtig, so etwas auch sichtbar zu machen.
Und auch das fördert zum Beispiel den Zusammenhalt im Team.
Das fördert auch, ich will mal sagen, die gegenseitige Unterstützung.
Und natürlich kann man dem da auch so ein bisschen das anschließen,
dass man dann gegen Wochenende dann so ein Checkout macht und sich auch dafür feiert.
Das sind manchmal nur fünf Minuten, aber du darfst nicht unterschätzen,
was das einfach auch an Gefühl und Verbundenheit im Team erzeugt.
Und der dritte Impuls, den ich dir mitgeben möchte.
Der bezieht sich darauf, wie du Aufgaben delegierst und wie du auch dafür sorgen
kannst, dass deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit haben,
sich weiterzuentwickeln und zu wachsen.
Es ist nur ein ganz kleiner Impuls mit einer unglaublichen Hebelkraft.
Und zwar geht es darum, wirklich Verantwortung zu schenken. Und zwar ganz bewusst.
Die Aufgaben nicht einfach nur zu delegieren, sondern wirklich Vertrauen zu
zeigen und die Verantwortung auch mit zu übergeben.
Und dazu nimmst du dir etwas, eine Aufgabe, die du bislang gemacht hast und
die schenkst du einem deiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Und du sagst dazu, wenn du die übergibst, du, ich habe das bisher gemacht,
aber ich traue dir das zu, ich glaube, du kannst das viel besser.
Mach es bitte und gerne auf deine Weise.
Das Ziel ist das und das. Also das Ziel muss klar definiert sein natürlich.
Und du bestimmst den Weg.
Und damit schenkst du Vertrauen, damit ermöglichst du Wachstum,
persönliches Wachstum und fachliches Wachstum bei deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Und du kannst beobachten, was das auch mit dem Menschen macht,
dem du dieses Vertrauen schenkst.
Und ich habe das mal gemacht, ich habe das selber erlebt, ich habe das mal gemacht mit einer Demo.
Wir haben früher so Kundentage gehabt und die Neuerungen der Software,
die habe ich in der Regel vorgestellt.
Und ich habe das dann ganz bewusst anderen Mitarbeitern gegeben,
diese Verantwortung übertragen.
Und ganz ehrlich, die konnten das viel, die haben das anders gemacht,
ja, aber die konnten das viel besser als ich.
Das hat jetzt nichts damit zu tun gehabt, dass sie fachlich tiefer drin sind,
sondern sie hatten eine andere Art, das zu präsentieren.
Und sie sind dadurch auch dann direkt mit den Kunden hinterher ins Gespräch
gekommen, um bestimmte Dinge weiter zu vertiefen.
Sie hatten eine ganz andere Beziehung einfach auch zu den Kunden und das führt
bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer zu Wachstum.
Und es stärkt einfach auch das Vertrauen.
Es stärkt das Vertrauen und das ist auch wieder etwas, was psychologische Sicherheit
gibt. Ja, das als letzter Impuls.
Ich hoffe, ich konnte dir mit diesen sechs Impulsen oder sieben Impulse sind es ja,
mit diesen sieben Impulsen Ideen mit auf den Weg geben,
wie du die psychologische Sicherheit in deinem Team erhöhen kannst,
wie du deinem Team Orientierung geben kannst, wie du ihm Zuversicht schenken
kannst, gerade auch in diesen Zeiten, in diesen schwierigen Zeiten.
Und natürlich ist es ein Lernen und Angehen. Du musst nicht alles perfekt machen,
schon gar nicht von Anfang an.
Es erwartet jetzt auch niemand, dass du die Welt rettest.
Aber wenn du eine Sache mitnimmst aus dieser Podcast-Episode,
dann ist es das, wenn du deinem Team in dieser Zeit,
das Gefühl von Sicherheit und Orientierung gibst, dann leistest du etwas unglaublich Wertvolles.
Also bitte probiere es aus, nimm dir erstmal einen Impuls, der,
der vielleicht genau bei euch im Moment oder für dich genau richtig passt,
wo du das Gefühl hast, oh ja, das möchte ich jetzt gerne ausprobieren und fang damit an.
Und ich freue mich sehr, wenn du mit mir deine Erfahrungen teilst.
Schreib mir gerne auf LinkedIn oder per Mail, was bei dir funktioniert.
Und jetzt noch ein Hinweis in eigener Sache. Ab sofort werde ich im Rahmen des
P hoch 3 Podcasts immer wieder mal so Kurzimpulse setzen.
Drei Minuten, sowas wie P hoch 3 kompakt, einen Impuls in drei Minuten direkt für dich umsetzbar.
Und ich starte damit nächste Woche, denn ich denke, dass dieses Format ganz hilfreich sein kann.
Einfach ein paar Kurzimpulse, wie so ein kleiner Snack, wie so ein kleines Snippet,
was du sofort in deinen Führungsalltag, in deinen Berufsalltag umsetzen kannst.
Also ähnliche Impulse wie heute in der gesamten Folge, aber dann nur ganz knapp
und kurz auf den Punkt drei Minuten ein Impuls sofort umsetzbar.
Los geht's damit in der nächsten Woche.
Also kommenden Freitag wird eine drei Minuten knapp und kompakt Folge,
die du dann gleich mal testen kannst.
Und auch dazu freue ich mich natürlich über dein Feedback.
Und damit bin ich am Ende der heutigen Episode und wünsche dir ein wundervolles
Wochenende und freue mich, wenn du nächste Woche wieder mit dabei bist.
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